Nicht alle Inkassounternehmen arbeiten redlich!

Diese Erkenntnis ist leider nicht neu. Einige Inkassounternehmen arbeiten sogar mit Methoden, die rechtsstaatlich bedenklich sind.

Dr. jur. Joachim Jaschinski
Vorsitzender des Vereins

Zum Teil verstoßen Inkassounternehmen in ihrer Arbeit offen gegen das Strafrecht. Das betrifft jedes Stadium der Geltendmachung einer Forderung, angefangen bei bloßen Mahnschreiben bis hin zur tatsächlichen Beitreibung.

Zum Teil missbrauchen unlautere Inkassounternehmen aber auch nur die gegenwärtige Rechtslage. Denn es unterliegt heute keinen nennenswerten rechtlichen Hürden mehr, ein gerichtlich konzessioniertes Inkassobüro zu eröffnen. Eine behördliche Kontrolle der Tätigkeit findet nach einer Konzessionierung praktisch nicht mehr statt.

Dies nutzen unseriöse Betreiber von Inkassobüros aus. Sie wenden sich mit ihren Forderungen gezielt an die Schwächsten in unserer Gesellschaft. Mit ihrem Verweis auf eine gerichtliche Legitimation rufen sie erhebliche Angst vor angeblich unmittelbar drohenden staatlichen Vollstreckungsmaßnahmen hervor. So erwirken sie Zahlungen auf ihre meist ungerechtfertigten Forderungen. Die Umsätze, die auf diese Weise erzielt werden, sind gigantisch.